Füllwörter – Blähwörter

Füllwörter, auch Flick-, Un- oder Blähwörter genannt, sind eine Fülle von Konjunktionen und Adverbien, die dem Autor in der deutschen Sprache schier unüberschaubare Möglichkeiten geben, beispielsweise eine bestimmte Haltung auszudrücken oder Texte mit Emotionen zu versehen. In diesem Sinne werden aus Füllwörtern häufig Modalpartikel, auf die man nicht verzichten kann.

Geben Füllwörter der wörtlichen Rede einen bestimmten Sinn und lassen diese nicht gestelzt klingen, sind sie außerhalb dieser in der geschriebenen Sprache (meist) überflüssige Füllsel, die Texte unnötig aufblähen, schlechter lesbar machen und als unprofessionell gelten.

Wichtig ist es, zu erkennen, ob ein Füllwort den Zweck eines Modalpartikels erfüllt, als Konjunktion eingesetzt ist oder tatsächlich ein völlig überflüssiges Blähwort darstellt.

Wir reden im Folgenden also von Blähwörtern, die zu vermeiden eine Kunst des Schreibens darstellt.

Blähwörter zu erkennen ist leicht, wenn man erst einmal verstanden hat, um was es sich handelt. Wir unterscheiden zwischen Füllwörtern, Konjunktionen und Modalpartikeln.
Modalpartikel werden meist irrtümlich zu den Füllwörtern gezählt, jedoch können sie im Gegensatz zu Füllwörtern nicht einfach weggelassen werden, ohne die Bedeutung des Satzes entscheidend zu verändern, da Modalpartikel fast immer Homonyme (Wörter, die für verschiedene Begriffe oder unterschiedliche Einzeldinge stehen) in anderen Wortarten haben.

Konjunktionen unterscheidet man in koordinierende und subordinierende Konjunktionen (Konjunktionen im engeren Sinn und Subjunktionen), bei Wikipedia finden Sie eine ausführliche Erläuterung unter dem Stichpunkt Konjunktion (Wortart). Die genaue Definition und Unterscheidung würde hier zu weit gehen, deshalb beschränken wir uns darauf, Konjunktionen als Bindewörter zu bezeichnen, die Sätze aneinanderreihen oder Nebensätze einleiten. Ist ein in Füllwortlisten aufgeführtes Wort als Konjunktion eingesetzt, kann es natürlich ebenso wenig wegfallen wie ein Modalpartikel, dessen Weglassen den Sinn des Satzes entscheidend verändern würde.

In (fast) allen übrigen Fällen können und sollten Sie alle Blähwörter einfach ersatzlos streichen!

Beispiele für Füllwörter, die als Konjunktion eingesetzt sind:

Er ging zur Arbeit und vergaß seine Tasche zu Hause.
Sie ist glücklich, weil sie bald heiraten wird.
Er hatte im Lotto gewonnen, aber das Geld brachte ihm keinen Segen.

Beispiele für Füllwörter, die als Modalpartikel eingesetzt sind:

Ich habe dir das doch schon gestern gesagt. (doch = wie du wissen müsstest)
Was ist das denn? (denn = Ausdruck eines besonderen Interesses)
Ich bin vielleicht ein Trottel. (vielleicht = kaum zu fassen, wie sehr)

Beispiele für Füllwörter, die Texte unnötig aufblähen:

Äh, ich sagte, dass ich das nicht weiß.“
Er unterstrich gewissermaßen seine Position, indem er heftig aufbegehrte.
Sie schlug vor, dass man doch zum Italiener gehen könnte.

Im Füllwörter-Test werden alle Wörter, die Füllwörter sein könnten, rot markiert und in Klammern gesetzt. Sie können Wörter ausschließen, die nicht als Füllwörter markiert werden sollen.

Natürlich kann unser Test nicht erkennen, ob es sich bei dem beanstandeten Wort um einen Modalpartikel oder eine Konjunktion handelt. Lesen Sie Ihre Sätze durch. Wann immer der Satz ohne das als Füllwort markierte Wort nicht seinen Sinn verliert und genauso gut klingt, können Sie das Blähwort entfernen.

Ja, aber ohne Anspruch auf Vollständigkeit, denn es gibt noch zahlreiche mehr. Hier aber die geläufigsten:

Textanalyse

Die Textanaylyse untersucht Ihren Text nicht nur auf Füllwörter, sondern auch auf lange Wörter, lange Sätze, Phrasen und Anglizismen. Darüber hinaus erhalten Sie einen Lesbarkeitsindex nach Flesch, dem Kincade Grade Level und der Wiener Sachtextformel.

Der Lesbarkeitsindex Flesch Reading Ease (engl. Formel), auch Flesch-Grad genannt, ist ein numerischer Wert für die Lesbarkeit, der aus einem Text berechnet werden kann. Je höher der Wert ist, desto leichter verständlich ist der Text. Gut verständliche Texte weisen einen Wert von etwa 60 bis 70 auf. Die Formel Flesch Reading Ease ist in ihrer Berechnung auf die englische Sprache abgestimmt.

Toni Amstad konnte die Flesch-Formel in seiner Dissertation „Wie verständlich sind unsere Zeitungen?“ (Zürich 1978) auf die deutsche Sprache übertragen. Dabei musste vor allem der Wortfaktor neu berechnet werden, da die deutschen Wörter im Schnitt länger sind als englische, während die Sätze etwa gleich lang sind.

Dieser Lesbarkeitsindex versucht die Lesbarkeit in der Anzahl an Schuljahren auszudrücken, die ein Leser absolviert haben muss, um den Text zu verstehen. Auch er ist auf die englische Sprache und das englische Schulsystem abgestimmt.

Die Wiener Sachtextformel dient zur Berechnung der Lesbarkeit deutschsprachiger Texte. Sie gibt an, für welche Schulstufe ein Sachtext geeignet ist. Die Skala beginnt bei Schulstufe 5 und endet bei 15, wobei ab der Stufe 12 eher von Schwierigkeitsstufen als von Schulstufen gesprochen werden sollte.

Bindewortentzündung

Kleiner Witz. 🙂

Bindewörter sind Konjunktionen. Der Sinn einer Konjunktion ist es, Wörter, Wortgruppen oder Sätze miteinander zu verbinden. Viele Autoren nutzen es als Stilmittel, einen Satz mit einer Konjunktion zu beginnen, wodurch die Konjunktion ihren eigentlichen Sinn verliert. Wie bei allen Regeln gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift.

Namens-Generatoren

Lassen Sie sich von unserem Script inspirieren!

Die angezeigten Namen werden aus einer zufällig zusammengestellten Silbenliste generiert. Dabei können durchaus reale oder schon existierende Namen herauskommen – aber der Zufall wäre groß. Auch Namen, die völlig unaussprechlich sind, sind möglich. Aber viel größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie einen tollen Namen entdecken oder zu einem solchen inspiriert werden.

Die hier generierten Namen dürfen nach Belieben benutzt und abgeändert werden. Wir übernehmen jedoch keine Garantie für die Rechtefreiheit.

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Die angezeigten Namen werden nach dem Zufallsprinzip aus einer Datenbank mit über 8000 Vor- und fast 20.000 Nachnamen generiert. Dabei können durchaus existierende reale Namen herauskommen. Bitte prüfen Sie, dass es sich dabei nicht um eine bekannte Persönlichkeit handelt oder ein Namensrecht berührt wird.

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